Flut
Ich liebe diesen HypnoTraum ganz besonders - vielleicht,
weil er uns daran errinnert das wirklich nun "alles Alte vorbei ist";
vielleicht ist es, weil er mich immer auf eine höhere Ebene erhebt und von
da kann man dann wirklich die Wellen sehen ...
3 - Flut
Einmal, als die Nacht vorbei war,
da wurde der Himmel
langsam heller.
Alles war so still
und so privat,
es war, also ob die Welt
den Atem anhielt,
also ob das Universum
auf ein großartiges
Ereignis wartete
das bald
in unsere geteilte Wirklichkeit
wie eine Meereswelle brechen würde,
wie eine Flut,
die alles Alte mit sich trägt,
in sich hineinfaltet,
in sich aufnimmt,
mit sich mitnimmt,
und dann forwärts,
hoch und mehr erhebend,
koniglich und stolz,
rauscht diese Welle
durch die Dimensionen
ungehindert, unaufhaltbar,
und sie kommt,
wir können sie sehen,
hören, können sie schon
fühlen in der Ferne,
können es nun kaum erwarten,
denn wir kennen sie so gut,
kennen dies Gefühl,
und haben schon so lang
gewartet, haben schon gedacht,
in langer Nacht
das sie vielleicht nie wieder kommt,
und trotzdem
war die Hoffnung
immer wie ein Stern,
egal wie hoch und fern,
er blitzt und blinkt
in seiner diamantenen Schönheit
bringt uns Hoffnung,
bringt uns Trost,
ruft uns, singt für uns,
so und weit,
von dort kann man doch alles sehen,
und alles dann verstehen,
von dort kann man die Wellen sehen,
nicht eine, zwei, nicht drei,
nicht vier, denn alle Wellen sind das Meer,
und so viel mehr,
sie sind das Leben,
sind das Glück,
sie ziehen vorwärts,
nie zuruck,
und wir Kinder Gottes falten
unsere Hände,
halten unsere Augen weit
und frei von Schuld und Scham,
von Hass und Harm,
und lassen nun die Wellen
zu uns kommen,
durch uns kommen,
uns erheben,
so das wir mit den Wellen schweben,
alles Alte ist vorbei,
es kann hier nicht mehr existieren,
und der Morgen liegt nun vor uns,
wild und weit,
und Träume tanzen
wieder
schön
am Horizont.
© Silvia Hartmann 2003
|